Translate

Montag, 12. Februar 2018

Rock-Mittelteile

Endlich kann ich euch heute die ersten zwei fertige Teile meines Rockes zeigen. Ich habe mich dazu entschlossen, den Vorderteil und den Rückenteil unterschiedlich zu gestalten.








Der Mittelteil des Rock-Rückenteils




 Der Mittelteil des Rock-Vorderteils


Es fehlen:  
die Seitenteile x 2
                 die Passe mit dem Bündchen
      die Abschlussbordüre

Also, habe ich bis zum fertigen Projekt noch einen langen Weg vor mir. Trotzdem bin ich erleichtert, dass ich die schwierigsten Teile fehlerfrei fertiggestrickt habe. Die Muster ließen sich nur mit voller Konzentration stricken. Nichts mit Film gucken nebenbei.
Jetzt ist weiteres Rechnen angesagt. Beide Musterteile ziehen sich ordentlich zusammen. Um auf einen lockeren Rocksitz an der Hüfte zu kommen, werde ich ca. 10 cm zum Hüftumfang zugeben müssen. Das Muster für die Seitenteile steht auch noch nicht fest. Ich möchte was Schlichtes, aber wiederum nicht so schlicht wie etwa glatt rechts oder kraus rechts. Einfaches Perlmuster zieht sich in der Höhe zusammen, doppeltes ginge aber. Vielleicht probiere ich noch was anderes, wenn ich dazu die Zeit finde. Jetzt schnell mal ab zur Arbeit.

Die Woche fängt mit einem Mix aus Sonnenschein und Schnee an. Ist das nicht schön?

Aurelija


Dienstag, 6. Februar 2018

ein neues Buch mit 750 Strickvorlagen

Heute möchte  ich euch ein neues Buch mit sehr zahlreichen Strickmustervorlagen vorstellen. Ich besitze schon einige Bücher zu Strickmustern (z.B.: Omas Strickgeheimnisse, rosenheimer Verlag, 200 Muster), aber das übertrifft alle.


Es ist eine deutsche Übersetzung des 2015 bei Collins & Brown erschienenen engl. Buches "Ultimate knit stitch bible" von Erika Knight. Danke, Stiebner Verlag.
Die ersten Kapitel behandeln solche Themen wie Ausrüstung und Zubehör, Grundlagen des Strickens, Zählmustersymbole und Abkürzungen. Sie sind kurz gehalten, aber äußerst nützlich.
Die Rechts-Links-Muster sind maschenweise ausgeschrieben. Man kann darunter viele Muster für Schals, Loops, Socken usw. finden, die einem gefallen. 


 Bei den Zopf- und Aranmustern gibt es zu dem Text auch noch eine Strickschrift. Manche von uns stricken halt lieber nach einer Strickschrift. Es sind alle Zopfmusterarten vertreten (Rauten, Posamenten, Flechten, Wellen usw.). Ganz hübsche Muster findet man im Kapitel Lace- und Ajourmuster. Das sind meine Lochmusterfavoriten:










Das Kapitel ist recht umfangreich.
Zu den Mustern gibt es nur eine Textbeschreibung und schöne Fotos.







Die Schwachstelle des Buches bildet, meines Erachtens, das Kapitel für die mehrfarbigen Muster. Es sind genug da, aber sie kommen nicht so deutlich raus. Auf dem Zählmusterbildchen sieht das Muster ganz hübsch aus, aber gestricktes Muster überzeugt dann doch nicht. Vielleicht liegt es an der Farbwahl der Wolle. Für mich persönlich habe ich in diesem Kapitel nur ein Muster gefunden, das ich nachstricken möchte.

Man muss an dieser Stelle aber auch fairer  Weise sagen, dass es zahlreiche Bücher für Fair Isle auf dem Markt gibt, die extra nur solche Muster beinhalten. Wenn jemand nur eine kleine Blume oder farbige Bordüre einstricken möchte, der findet auch in diesem Buch Auswahl genug.

Die Überraschung für mich ist das letzte Kapitel mit Blenden- und Verzierungsmustern. Es sind schöne Blatt-, Perlen-, Glocken-, Rippen-, Kellerfalten- und Wellenborten, die ich aus anderen Musterbüchern noch gar nicht kannte.








Manchmal fehlt an einem Strickstück nur ein schöner Abschluß. Die "Fundgrube" ist voll. Es gibt Borten, die über eine bestimmte Maschenzahl quergestrickt werden, aber auch welche, die von der Längsseite her als Blenden gearbeitet werden können.

Im Allgemeinen ist das ein schönes Buch, das reichlich Inspiration beim Blättern beschert...
Ich sehe schon einen Pullover mit einer quergestrickten Zinnenkante, einen Rock mit Plisseefalten und eine Stola mit Zuckerringen an der Unterkante. Ich bin eine Tagträumerin, ich gebe es zu.




Übrigens, mein Rock wächst... Der erste Teil ist fertig, ich stricke an dem zweiten.

Aurelija





Montag, 29. Januar 2018

Boah, bin ich sauer!

Den Wunsch mir einen Rock zu stricken, habe ich noch nicht aufgegeben. Es ist aber wirklich ein echter Hürdenlauf geworden. Da ich partout keine neue Wolle kaufen wollte, gestaltete sich schon die Wahl des Materials schwierig. Die 6-fädige Tweed Sockenwolle in Dunkelblau "schluckte" das Muster, die Selbige in Natur fand ich für den Winterrock zu hell. Dann fiel mir in die Hände die Timona von OnLine (60% Wolle, 40% Pa) in schönem Braunton und ich dachte, die wird`s. 


 Gleich eine Maschenprobe gestrickt, die schien ok zu sein. Anschließend  auch das Muster probiert...
Nee, sieht zwar gut aus, aber fühlt sich wie ein Panzer an.


Und nun, habe ich mir doch eine Sockenwolle in Grau gekauft und losgestrickt.


Unten ist der provisorische Anschlag, braucht ihr euch darüber nicht zu wundern, aber merkt/findet ihr jetzt den Grund meiner Empörung? Nicht?  Dann noch eine genauere Aufnahme bitteschön.

                   
Jetzt aber, oder? Das Problem heißt Pfauenmuster in der Mitte des großen Zopfes. Meine langjährige Erfahrung hat mich gelehrt, die Zöpfe aus den Büchern/Zeitschriften mit Skepsis anzugehen. Fast immer sind da ein/zwei Fehler in der Strickschrift drin. Diesmal wollte ich dermaßen schnell das Muster stricken, dass ich mich voll auf die Richtigkeit der Verzopfungen fokussiert habe und bedacht war die rechts verschränkten Maschen in den Rückreihen richtig links verschränkt zu stricken. Das Zusammenstricken der 4 Maschen am rechten und am linken Rand habe ich genau nach der Strickschrift aus dem Sabrina Strickjournal 12/2017 gemacht. Und jetzt könnt ihr euch ausmalen, wie mein Gesichtsausdruck war als ich das Muster vor mir liegen hatte, um es zu begutachten. Die Zusammenstrickstellen sehen doch total anders aus! Man könnte sagen - selber schuld. Auf der rechten Seite sind die 4 Maschen re zusammengestrickt, auf der linken - 4 M überzogen zusgestrickt (= 1 M re abh., 3 M re zusstr und die abgehobene M darüberziehen). 
Sollte jemand nach dieser Strickschrift stricken, müssen die 4 Maschen auf der linken Seite so gestrickt werden: 3 M re abheben, 1 M re stricken und die 3 abgehobenen Maschen über die gestrickte Masche darüberziehen. Und was mache ich jetzt?
Mein Mann, der mich ja kennt, meinte, dass ich auftrennen sollte, weil ich mich darüber immer ärgern würde. Ich versuche mir einzureden, dass irren menschlich ist, aber hilft mir das?
Ich bin sauer, aber euch, liebe Leserinnen/Leser, wünsche ich eine schöne Woche.

Aurelija

P.S.: ich wollte euch noch vor weiteren Fehlern in der besagten Zeitschrift warnen. In dem zweiten Muster zu dem Modell 31 fehlen in den Reihen 17-23 Schriftzeichen.

Montag, 22. Januar 2018

Japanese Knitting Stitch Bible

Auf das Buch, das ich schon Anfang Oktober bestellt habe, musste ich ganze 3 Monate warten. Das Warten hat sich aber mehr als gelohnt. Es ist eine Sammlung wunderschöner Muster, die man als erfahrene Strickerin in diversen Projekten einsetzten kann. Ich werde bestimmt mich bedienen.


Im Buch sind sehr wenige Projekte untergebracht, eher zum Üben - ein Schal, Stulpen, eine Mütze und ein Paar Socken.  Die ganzen Musterpanele können aber schon direkt als Pullover verarbeitet werden. Ich staunte nicht schlecht, als ich in der Sabrina 12/2017 diese Modelle, die direkt dem Buch entsprungen sind, entdeckt habe.


Da sind manche Dessignerinnen ganz flott. Für die Strickerinnen unter uns, die lieber selber ihre Strickmode entwerfen, würde ich diese Sammlung sehr empfehlen. Für die nicht so Geübten bleibt noch die Option der Jagd in den Strickzeitschriften nach schönen Modellen mit den Mustern aus diesem Buch, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es noch zahlreiche folgen werden. In der Sabrina sind auch die japanischen Schriftzeichen in die gewohnten deutschen "übersetzt".  Im Buch sind die jap. Schriftzeichen aber sehr detailliert erklärt.
Ich stricke weiter an meinem "Dünnerchen" und habe Spaß daran. Der 1. Ärmel ist fertig und hoffentlich kann ich in dieser Woche noch so viel Strickzeit mir genehmigen, dass ich mein Projekt beenden kann.


Allen eine schöne Woche und genug Zeit für das Ausüben des geliebten Hobbys.

Aurelija


Mittwoch, 10. Januar 2018

Conti-Rag Strickjacke


Eigentlich wollte ich im neuen Jahr als erstes Projekt  einen Rock stricken und mich an diesem KAL beteiligen (ich war schon beim Entwurf, Wolle lag parat), aaaber... In den letzten Minuten des alten Jahres bekam ich eine Strickanleitung von heikai geschenkt und da war es um mich geschehen. Seit einem Jahr wollte ich mich mit der Conti-Rag-Schulterkonstruktion vertraut machen. Die gestreifte Jacke hatte genau diese Schulterkonstruktion, in der die contiguous Methode (von Susie Mayers) mit einer Raglanschulter kombiniert werden. Noch am 1. Januar habe ich krankhaft meine Wollvorräte durchsucht und Maschenproben gemacht. So stark ausgeprägte Streifen mag ich für mich nicht so, deshalb fiel meine Wahl auf die Dipinto von Lang Yarn, die ich mir im Sommer auf Sylt gekauft habe. Zwar stand auf der Banderole 27M für 10 cm mit Nadel 3-3,5mm, aber bei mir waren es nur 22 Maschen. Die Anleitung gab eine MaPro von 24M an. Es war mir klar, dass ich würde rechnen müssen (wie immer).
Da die Anleitung ziemlich gut ist, bin ich schnell vorangekommen. Die Schulterpartie ist wirklich toll mit verkürzten Reihen ausgeformt und sitzt perfekt.



Den Jackenkörper habe ich diesmal mit Brustabnähern aber in einer geraden Form gestrickt. Die dünne Jacke wird hoffentlich auch ohne Taillierung nicht so kastig wirken. Das Bündchenmuster habe ich geändert, denn ich wollte nicht das gleiche Bündchen wie bei dem grünen Pullover haben.

Das Muster ist ganz leicht zu stricken und es geht so: Maschenzahl teilbar durch 5 plus 1 und plus Randmaschen.
Hinreihe: RM, *1 M links, 2 M rechts verkreuzen (zuerst die 2.M re stricken, dann die 1.M re stricken und beide M von der Nadel gleiten lassen), 1 M li, 1M re*, zwischen den * wdh., RM
Rückreihe: RM, die Maschen so stricken wie sie erscheinen, RM

Der Körper ist fertig. Ich werde zuerst die Verschlussblende und anschließend die Ärmel stricken.



Der Bericht folgt demnächst.

Montag, 18. Dezember 2017

Sprayed Colours Finisch

Der Pullover ist fertig und passt.


















Ich habe diesmal nach der Anleitung das Bündchen in gebrochenem Rippenmuster gestrickt und nicht nach der Anleitung mit einem i-cord abgekettet. Zum i-cord Abketten habe ich eine halbe Größe dünnere Nadel gewählt.


Für eine schöne Kordelverbindung am Ende der Runde kann dieses Video sehr hilfreich sein.


Die Ärmel haben auch einen i-cord Abschluss. Das gefällt mir sehr gut.


Das gesprenkelte Muster wird wie ein Fair Isle gestrickt und lange Spannfäden werden zwischendurch eingewebt so wie in diesem Video.


Da ich klein bin, steht mir eine Kastenform nicht, daher habe ich den Pullover tailliert gestaltet. Es ist noch Platz genug zwischen der schmalsten Stelle und meinem Körper.


Der Halsausschnitt schien mir zu halsfern zu sein, deshalb habe ich aus der Anschlagkante Maschen aufgenommen, eine Reihe rechte Maschen gestrickt und dabei jede 11. und 12. Masche zusammengestrickt. So wurde der Halsausschnitt um einige Zentimeter enger. Dann habe ich ihn auch mit  einem i-cord abgekettet.



Zum Schluss noch einige Bemerkungen zu den Stricknadeln. Um komfortabel stricken zu können, habe ich einen Haufen Nadeln gebraucht.


Die 60 cm lange 4,5 mm Nadel diente zum Anschlag der Maschen, damit habe ich so lange stricken können bis der Halsausschnitt ausgeformt war. Dann stieg ich auf die 80 cm lange Nadel um und strickte damit bis zum Fair Isle Muster. Ab da ging es auf der 100 cm Nadel weiter. Die lange Nadel ermöglichte auch problemloses Anprobieren des Strickstücks. Nach der Ärmelabtrennung wechselte ich wieder auf die 80 cm lange Nadel und strickte damit bis Taillienzunahmen. Ab da bis zum Ende des Körpers waren die Maschen auf der 100 cm Nadel. Die 40-er Nadel 4mm benutzte ich zum i-cord Abketten. Die Ärmel strickte ich dann mit einer 40-er 4,5mm Nadel. Es liest sich bestimmt grausam und man stellt sich ein kompliziertes Maschenumparkmanöver vor, aber dadurch kann man wesentlich entspannter stricken, obwohl man das alles auch mit einer einzigen Nadel bewältigen könnte.

Der Pullover wiegt 425g und ich habe Einiges über (ca.148g Grün, 54g Weiß und 68g Rot). Da muss ich gut nachdenken in welches Projekt ich das teure Garn integrieren könnte.

Allen eine schöne Adventwoche.
Aurelija

Montag, 4. Dezember 2017

Sprayed Colors Test - Vorstellung

Ich weiß es nicht, wie es mir geschah, aber ich habe bei Ravelry spontan mich für ein Teststricken angemeldet und es hat geklappt. Ich teste den "Sprayed Color" von Heidi. Es ist sehr spannend, was ich überhaupt nicht erwartet habe. Ich dachte ein RVO mit ein bißchen FI kann doch nicht so schwer sein. Jetzt sage ich euch, es hat für Perfektionisten unter uns so seine Tücken.
Das Fair Isle Muster hat keinen regulären Rapport, weil sich die Maschenzahl durch die Raglanzunahmen ständig ändert. Da muss man schon gut aufpassen damit man nicht zwei gleichfarbige Maschen übereinander strickt. Es soll gesprenkelt und nicht gekleckert aussehen. Am Anfang und am Ende des FI Musters entstehen relativ lange Spannfäden, die eingewebt werden müssen (z.B. jede 4. M). Als ob das die Herausforderung noch nicht genug wäre (man muss aufpassen, dass sich die ganze FI Passe nicht zusammenzieht), muss man mit dem Fadensalat noch durch die Raglanlinien und Zunahmen durch. In den Runden ohne Zunahmen sollte man die einzelnen Raglanmaschen nicht in Musterfarbe stricken. Ich habe diese Anweisung nach meinem Gusto interpretiert und wenn dann an der Raglanlinie zwei unterschiedliche Querfäden zu finden waren, den genommen, der farblich passte. Es hat sich auch sehr hilfreich erwiesen, den Spannfaden der Kontrastfarbe in der Masche der Kontrastfarbe einzuweben. Nun war die Passe fertig.


Da strickte ich noch die Gr.S. und fügte einige Zusatzrunden hinzu, um sich in Richtung Gr.M zu bewegen. 
Nach der Ärmelabtrennung war die Frage: Brustabnäherformer ja oder nein? Ich habe mich positiv entschieden. Ich kann absolut nicht ausstehen, wenn durch die Brustwölbung einer Frau die Vorderteile der Stricksachen kürzer aussehen als die Rückenteile. Also, habe ich 13 cm lange und 3 cm hohe Brustformungen (das Wort gefällt mir nicht, aber Abnäher ist auch falsch - es wird ja nichts genäht) gestrickt und somit Platz für die Brust geschaffen.


Jetzt gehe ich in die Taillierung und orientiere mich wieder an die Angaben für Größe S. Es müssen einige Maschen weniger werden, aber es klappt.


Mitlerweile stricke ich schon in gebrochenem Rippenmuster das Bündchen . Ich wollte euch das Projekt noch schnell vorstellen bevor es fertig ist. Es soll bis 21. Dezember fertig sein. Das ist zu schaffen, aber in den nächsten Tagen bin ich im Job sehr eingespannt.

Eine schöne Woche noch euch allen.
Aurelija